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Warum so viele Corporate Blogs scheitern

Top 5Wir brauchen einen Blog! So oder so ähnlich klingt es nach vielen Marketing/Management Meetings. Die digitale Welt des Web 2.0 ist dort irgendwie am griffigsten. Man setzt etwas selber auf, nach eigenen Spielregeln und kann es nach Belieben moderieren. Ohne, dass sich ein Facebook oder Google Admin in seinen Unternehmensauftritt einmischt. Fast wie bei der Unternehmenswebseite.

Warum scheitern aber so viele Blogs?

Hier die Top5 Gründe warum Unternehmen-Blogs im Web scheitern:

Platz 5: Inkonsistenter Content

Heute wird über Mitarbeiter geschrieben, morgen über Wettbewerber und ein anderes Mal über wirtschaftspolitische Ereignisse. Das eine hat mit dem anderen wenig zu tun und führt zu einer gewissen Profillosigkeit, die meist mit sinkenden Besucherzahlen quittiert wird. Fokussieren Sie sich auf ein Thema und posten Sie Beiträge in dieser Rubrik.

Platz 4: Epische Textorgien

Der Germanistik Student hatte für den Blogeintrag wohl etwas zu viel Zeit und intern hatte keiner Lust 4000 Wörter zu redigieren. Naja, Deutsch kann er ja und inhaltlich wurde er gebrieft, dazu muss dringend was Neues auf den Blog. Also geht die Wörterphalanx online und keiner hat Lust sie zu lesen.

Platz 3: Werbetexte

Wir sind super, kauft unser Produkt. Wir sind wirklich gut, sagt auch Kunde Herrmann. Hier noch ein Siegel und da noch eine Produktstudie. Natürlich gehört zur Unternehmenswelt auch Selbstdarstellung, dabei ist aber das Maß ganz wichtig. Wenn nun klar ist, dass nicht nur Selbstdarstellungen gepostet werden, kommt zwangsläufig die Frage: was posten wir sonst noch? Diese Frage sollte man am besten vor dem ersten Blogeintrag geklärt haben.

Platz 2: Content Recycling

Ok, Hand aufs Herz – wir haben es alle schon mal gemacht. Wenn allerdings unter den letzten 10 Beiträgen 8 „pfiffig“ gekürzte Pressemitteilungen sind (die schon als Pressemitteilung keiner lesen wollte), wird der Blog gänzlich uninteressant.

Platz 1: Content Frequenz

Man muss nicht jeden Tag posten. Aber alle 14 Tage sollte als Unternehmen schon drin sein.  Wenn länger als einen Monat nichts geschrieben wurde, gehen User häufig davon aus, dass der Blog „tod“ ist. Kümmern Sie sich um Vertreterregelungen, verteilen Sie die Verantwortlichkeiten im Unternehmen auf mehreren Schultern und lassen Sie so den Unternehmensblog als geübtes Marketinginstrument in Ihren Alltag einfließen. So vermeiden Sie das peinliche Schweigen.

Tipp: Wenn Sie Texte schreiben, achten Sie auf Dialogeinladungen. Denn ein Blog ist nur Web 2.0 wenn der Dialog im Vordergrund steht.  Ansonsten ist es eine anders gehostete Unternehmenswebseite.

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